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Geodaten besser vernetzen: Betriebsplanung der GDI-DE hat begonnen

Mit einer Kickoff-Veranstaltung im Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG)  in Frankfurt/Main begann am 25. Oktober 2010 die Arbeit an dem Betriebsmodell für den Auf-, Ausbau und Betrieb der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE). Die GDI-DE ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen, das die fach- und ebenenübergreifende Vernetzung von raumbezogenen Daten (Geodaten) ermöglichen wird. Bis November 2011 erarbeiten die Projektpartner aus Wirtschaft und Verwaltung unter Leitung der Koordinierungsstelle GDI-DE

  • ein Geschäftsmodell, das sich an der Nationalen E-Government-Strategie orientiert und unter anderem die Wirtschaftlichkeit und Effizienz der zentralen Komponenten aufzeigt,
  • ein Architekturmodell, das die Einbindung der GDI-DE in die Rahmenarchitektur IT-Steuerung Bund betrachtet,
  • ein Betriebsmodell, das die Rollen und Prozesse für den Betrieb der zentralen Komponenten der GDI-DE definiert, und
  • ein Organisationsmodell, das mögliche Organisationsformen für den Ausbau und Betrieb der GDI-DE bewertet.

Ziel ist es, die Ergebnisse dem IT-Planungsrat – das Gremium für alle E-Government-Aktivitäten in Bund und Ländern – für die Beschlussfassung zur Umsetzung des Betriebsmodells vorzulegen.

Voraussetzung für eine funktionierende nationale Geodateninfrastruktur ist eine klare Vorstellung über die Verarbeitungswege und Prozesse bei der fachübergreifenden Bereitstellung und Nutzung von interoperablen Geodaten. In den kommenden Wochen werden deshalb ausgewählte Geschäftsprozesse bei Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie Wirtschaftsunternehmen erfasst und hinsichtlich der Nutzenpotenziale von Geodaten und Geodatendiensten analysiert. Besonderes Augenmerk richtet sich anschließend darauf, die Anforderungen, die die zentralen Komponenten der GDI-DE erfüllen müssen, zu definieren. Zu diesen Komponenten gehören unter anderem der Geodatenkatalog-DE als zentrale Suchmaschine für öffentliche Geodaten in Deutschland und das Geoportal Deutschland, das als Zugang zu den Geodaten von Bund, Ländern und Kommunen im Herbst 2011 frei geschaltet werden soll.

Die GDI-DE hat vor dem Hintergrund der europa-rechtlicher Vorgaben, wie den Richtlinien 2007/2/EG (INSPIRE) und 2003/98/EG (PSI), aber auch dem Modernisierungsvorhaben Open Government/Open Data eine große Bedeutung für Deutschland: Der Zugang zu öffentlichen Geodaten unterstützt komplexe Entscheidungsprozesse in Verwaltung, Wirtschaft und Politik, beispielsweise bei Fragen des Umweltschutzes, der Sicherheit oder der Standortwahl.