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  • FAQ zur NGDB
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(1)    Wie ist die genaue Definition der NGDB und welche politischen Beschlüsse gibt es zur NGDB?

Der AK der Staatssekretäre für E-Government in Bund und Ländern hat 2004 für die Bereitstellung der NGDB im Rahmen des Aufbaus der GDI-DE folgenden Auftrag an das LG GDI-DE formuliert:

  1. Alle Geodaten, die zur Erledigung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben, zur Unterstützung modernen Verwaltungshandelns und der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Forschung benötigt werden, müssen als Teile der NGDB identifiziert werden.
  2. Die zuständigen Datenhalter/-bereitsteller sind eindeutig zu benennen.
  3. Die Daten der NGDB sind durch die öffentlichen Verwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen bereitzustellen.

Die Umsetzung des Auftrags begann auf der Ebene der GDI-DE mit der Erstellung eines Konzepts zur NGDB im Jahr 2009, welches die NGDB wie folgt definiert:

Als die Nationale Geodatenbasis werden die Geodaten ("Schlüsseldaten") bezeichnet, die

  1. für die Erledigung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben aus nationalen und internationalen Verpflichtungen benötigt werden oder
  2. für Verwaltung, Wirtschaft oder Wissenschaft in Deutschland von Bedeutung sind sowie

- grundsätzlich fachübergreifend oder

- bundesweit flächendeckend (soweit sinnvoll) sind oder

- mehrfach genutzt werden.

Das Konzept wurde von einer AG des LG GDI-DE (Mitglieder von Bund, Ländern, KSV und Gst. GIW) erstellt, durchlief einen Review im Netzwerk der GDI-DE und wurde vom LG GDI-DE im Februar 2010 beschlossen (Bund vertreten durch BMI mit dem Votum des IMAGI einschließlich  BMWi). Eine Nationale Geodatenbasis des Bundes (NGDB-Bund) wurde bereits 2007 vom IMAGI mit Beschluss bei der 16. Sitzung am 4.5.2007 eingerichtet und seitdem kontinuierlich gepflegt. Sie soll in der künftigen NGDB der GDI-DE aufgehen. Der Beschluss des IMAGI dazu steht noch aus [vgl. (15)], der aktuelle Inhalt ist der Geodatenproduktliste im GeoPortal.Bund zu entnehmen.

(2)    Welche Daten sollen in die NGDB?

Die Definition der NGDB der GDI-DE gibt die Aufnahmekriterien vor. Die bisherige NGDB-Bund beinhaltet Geobasis- und Geofachdaten des Bundes.

(3)    In welchen Meilensteinen soll die Befüllung der NGDB erfolgen?

Der Aufbau der NGDB erfolgt schrittweise unter Berücksichtigung der zeitlichen Vorgaben von INSPIRE anhand der Einhaltung von Qualitätsanforderungen (vgl. Konzept Kap. 3 und 4). Konkrete zeitliche Fixpunkte kommen aus dem Umsetzungsplan zum NGDB-Konzept [vgl. (8) und (17)].

(4)    Welche Qualitätskriterien gibt es für die NGDB?

Die qualitative Einordnung von Geodaten in der NGDB erfolgt in zwei Stufen (vgl. Konzept Kap. 3.1 ):

Stufe 1: Mindestqualitätsanforderungen an Geodaten und entsprechende Geodatendienste der NGDB; Georeferenzierung, Recherchierbarkeit, Visualisierbarkeit.

Stufe 2: weitergehende Qualitätsanforderungen, die über die Stufe 1 hinausgehen und zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden sollen; Kriterien für Zugriff und Abruf, elektronische Abwicklung von Lizenz- und Abrechnungsverfahren, Harmonisierung von Fachsichten und Objekten.

Der Bund wird mit Zustimmung des IMAGI  die Aufnahmekriterien, Qualitätsanforderungen und Zielvorstellungen der NGDB GDI-DE übernehmen. Diese Kriterien ersetzen somit die Kriterien zur Aufnahme von Geodatenprodukten in der Verfügbarkeit des Bundes in die NGDB. Die derzeitige Außendarstellung der NGDB-Bund wird solange beibehalten, bis sich der NGDB-Anteil des Bundes in die NGDB GDI-DE technisch integrieren und darstellen lässt. Dies wäre nach jetzigem Planungsstand zum September 2011 mit der Stufe 1 erreicht.

(5)    Welche Qualitätskriterien fehlen und sollen noch aufgenommen werden?

Die Qualitätsanforderungen werden im Zuge der Weiterentwicklung des Architekturkonzeptes der GDI-DE angepasst (Berücksichtigung aktueller Normen und Standards sowie Stand der Technik). Bei der Konkretisierung der Qualitätsanforderungen der Stufe 2 ist die Notwendigkeit eines interoperablen Modellierungsrahmens für Geodaten der NGDB zu prüfen.

(6)    Gibt es einen gültigen Projekt-/Vorhabenplan?

Das LG GDI-DE beauftragte die KSt. GDI-DE in Zusammenarbeit mit den GDI-Kontaktstellen bei Bund und Ländern sowie unter Beteiligung der KSV und der GIW mit der Erstellung eines Umsetzungsplans. Das Dokument wird vom LG GDI-DE voraussichtlich Anfang 2011 beschlossen und beschreibt eine abgestimmte Vorgehensweise für den Aufbau der NGDB in Deutschland. Es fokussiert auf die Schritte 1 und 2 mit einem Zeitrahmen bis Ende 2011. Für die weiteren Schritte sind mittel- oder langfristige Entwicklungen, die auch in Abhängigkeit von Ressourcen der KSt. GDI-DE stehen, abzuwarten.

(7)    Wo liegen die Datensätze der NGDB und in welchem Service steht die NGDB zur Verfügung?

Mit der NGDB wird keine neue bzw. redundante Datenbank aufgebaut. Die Datensätze liegen also dezentral bei den geodatenhaltenden Stellen (Fachbehörden oder beauftragte Rechenzentren) und werden an den Geodatenkatalog-DE angebunden.Für den Betrieb der NGDB sind der Geodatenkatalog-DE, die Registry-DE und das Geoportal-DE als zentrale Komponenten der GDI-DE vorgesehen, d.h. es gelten die vergleichsweise hohen technischen Serviceanforderungen von INSPIRE (u.a. Verfügbarkeit von 99%, hohe Performanz), weitere Überlegungen zu Leistungsparametern gibt es derzeit nicht.

(8)    Welche Vorgaben zur NGDB oder politische Beschlüsse sind noch offen?

Aktuell der Beschluss des LG GDI-DE zum Umsetzungsplan der NGDB 1.0 (Stand: Entwurf Beschlussvorlage existiert bereist und geht in Kürze in das Umlaufverfahren) und der ebenso ausstehende Beschluss des IMAGI, dass die NGDB-Bund in der zukünftigen NGDB GDI-DE aufgehen soll (Stand: Beschlussvorschlag der AG IMAGI zur Sitzung des IMAGI am 8.2.2011). Zielführend wäre künftig eine Verpflichtung von geodatenhaltenden Stellen zur Bereitstellung ihrer betroffenen Geodatensätze in der NGDB durch das jeweils zuständige Fachressort bei Bund oder Länder.

(9)    Wie ist das Verhältnis zwischen NGDB und Geoportal Deutschland?

Die NGDB wird zweckmäßigerweise durch ein übergreifendes Geoportal, das vom LG GDI-DE für Deutschland eingerichtet wird, dokumentiert (vgl. Konzept Kap. 2.1). Das Geoportal-DE ist dafür prädestiniert, d.h. hier werden die Geodatensätze der NGDB bevorzugt visualisiert. Die Administrierung der NGDB (Zertifizierung, Ergänzung von Parametern der Geodatensätze in der Registry-DE) erfolgt über das Geoportal-DE.

(10)   Welche Konzepte, Unterlagen etc. existieren zur NGDB?

-       Konzept der NGDB V1.0 vom 4.11.2009

-       Umsetzungsplan V1.0 zum Konzept vom 08.03..2011

-       Qualitätskriterien, Produktliste und Implementierungsplanung zur NGDB-Bund (http://geoportal.bkg.bund.de/nn_127066/DE/Geoviewer/NGDB/NGDBViewerseite.html)

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