Mentoren: Markus Schaffert
Entsiegelung beschreibt die Wiederherstellung durchlässiger Bodenflächen in Städten, um natürliche Funktionen wie Versickerung und Kühlung zu ermöglichen. Mit Geoinformationssystemen können versiegelte und unversiegelte Flächen systematisch erfasst, dargestellt und analysiert werden. Dadurch lassen sich geeignete Standorte für Maßnahmen identifizieren und Planungen fundiert unterstützen.
Zielgruppe - Stadt- und Regionalplanungsämter
- Umwelt- und Grünflächenämter
- kommunale Entscheidungsträger (Verwaltung, Politik)
- Planungs- und Ingenieurbüros
| Herausforderung Die Herausforderung liegt darin, geeignete Flächen für eine Entsiegelung systematisch zu identifizieren und zu bewerten. Unterschiedliche Datenquellen weisen dabei oft variierende Aktualität, Genauigkeit und räumliche Auflösung auf und müssen sinnvoll miteinander verknüpft werden. Zudem ist die Bewertung des Entsiegelungspotenzials komplex, da neben physischen Eigenschaften wie Versiegelungsgrad oder Belagsart auch funktionale, soziale und planerische Aspekte berücksichtigt werden müssen. Hinzu kommen Nutzungskonflikte, etwa durch Verkehr, Eigentumsverhältnisse oder bestehende Infrastruktur, die eine Umsetzung erschweren können.
| Bedarf Ergibt sich aus: zunehmende Hitzebelastung und urbane Wärmeinseln, die durch Entsiegelung gemindert werden können steigenden Starkregen- und Überflutungsrisiken, die eine bessere Regenwasserversickerung erfordern gesetzliche und strategische Anforderungen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Flächennutzung
| Mehrwert - Die Entsiegelung in Städten reduziert die negativen Folgen versiegelter Flächen. Sie ermöglicht, dass Regenwasser wieder im Boden versickert, entlastet die Kanalisation, verringert Überschwemmungsrisiken und fördert die Grundwasserneubildung. Gleichzeitig verbessert sie das Stadtklima: Weniger aufgeheizte Flächen und mehr Verdunstung senken die Temperaturen und mindern Hitzeinseln.
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Technische Aspekte - Datenquellen:
Für die Analyse sollen unterschiedliche Datenquellen kombiniert werden, darunter amtliche Geodaten (z. B. ATKIS, ALKIS), hochaufgelöste Luft- und Satellitenbilder (z. B. Orthofotos, Sentinel, Landsat), digitale Geländemodelle, Straßenraum- und Crowdsourcing-Daten sowie eigene Erhebungen. Auf dieser Grundlage sollen relevante Indikatoren aus infrastrukturellen, ökologischen, sozialen und planerischen Bereichen definiert werden – darunter Versiegelungsgrad, Belagsart, Flächengröße, Zugang und Fahrzeugdichte. Diese sollen in ein GIS-gestütztes Scoring-Modell einfließen, das das Entsiegelungspotenzial jeder Fläche bewertet und priorisiert. Die Ergebnisse können abschließend kartografisch visualisiert werden und sollen als Grundlage für eine nachhaltige und klimawirksame Stadtentwicklung dienen.
- Technische Lösungen:
- Diese Challenge setzt technisches Verständnis im Umgang mit Geodaten und entsprechenden Technologien voraus, ....
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Tutorials
Daten und Datenquellen