Mit dem European Register for Protected Data (ERPD) stellt die EU erstmals ein zentrales Verzeichnis für öffentliche Datensätze bereit, die nicht als Open Data veröffentlicht werden können. Das Register ist über das Europäische Datenportal zugänglich und wurde im Rahmen des Data Governance Act (DGA) aufgebaut.

Viele öffentliche Stellen verfügen über wertvolle Daten, deren Veröffentlichung rechtlich eingeschränkt ist, z. B. aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität oder Wirtschaft. Statt die Daten selbst bereitzustellen, veröffentlichen Behörden Metadaten, die Auskunft geben über:

  • die Existenz eines Datensatzes,
  • die verantwortliche Stelle,

  • mögliche Zugangswege und Bedingungen.

Jeder Mitgliedstaat betreibt dafür einen nationalen Single Information Point, der strukturierte Metadaten in das europäische Register einspeist (siehe Harvesting Guidelines). Durch gemeinsame Standards (DCAT-AP) können diese Informationen EU‑weit durchsucht werden.

Das ERPD schafft Transparenz über geschützte Datenbestände, unterstützt Forschung und Innovation und ermöglicht verantwortungsvolle Datennutzung, ohne Datenschutz‑ oder Vertraulichkeitsregeln zu verletzen.

Das Register ergänzt die bestehenden offenen Daten im Europäischen Datenportal und erweitert dessen Funktion um eine neue Ebene für sensible, aber nutzbare öffentliche Daten.


(Text und Grafik mit Hilfe von KI erzeugt)