Mentoren: Dr. Falk Würriehausen , Claire Prudhomme
Der Fahrradtourismus gewinnt im Kontext nachhaltiger Mobilität sowie regionaler Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Bund, Länder und Kommunen fördern den Ausbau von Radinfrastruktur und digitalen Angeboten, um umweltfreundliche Mobilitätsformen zu stärken und touristische Potenziale besser zu erschließen. Gleichzeitig entstehen vielfältige Geodatenbestände, beispielsweise zu Radwegen, topografischen Gegebenheiten, touristischen Zielen sowie Serviceinfrastrukturen.
Diese Daten liegen häufig in unterschiedlichen Formaten und Systemen vor und sind nur eingeschränkt miteinander verknüpfbar. Eine integrierte Nutzung ist daher bislang nur begrenzt möglich. Insbesondere fehlt es an Ansätzen, die vorhandenen Datenbestände strukturiert zusammenzuführen, semantisch zu beschreiben und für konkrete Anwendungsfälle im Fahrradtourismus nutzbar zu machen.
Ziel der Challenge ist es, innerhalb eines Zeitraums von zwei Tagen einen prototypischen Ansatz zu entwickeln, der aufzeigt, wie Geodaten im Fahrradtourismus effizient genutzt, integriert und mittels Ontologien bzw. semantischer Datenmodelle sinnvoll verknüpft werden können. Im Mittelpunkt stehen datenbasierte, anwendungsorientierte Lösungen mit klarem Praxisbezug sowie die strukturierte Modellierung relevanter Objekte und ihrer Beziehungen.
Zielgruppe - Fahrradtouristinnen und Fahrradtouristen
- Tourismusorganisationen und regionale Akteure
- Kommunen und öffentliche Verwaltungen
- Anbieter entlang von Fahrradrouten
| Herausforderung Im Rahmen der Challenge ist ein funktionaler Prototyp zu entwickeln, der: - einen konkreten Anwendungsfall im Fahrradtourismus adressiert
- Geodaten aus verfügbaren Quellen integriert und verarbeitet
- relevante Informationen strukturiert und nachvollziehbar verknüpft
- eine einfache semantische Modellierung oder Ontologie berücksichtigt
- einen erkennbaren Mehrwert für die Zielgruppen aufzeigt
| Bedarf - verbesserte Nutzbarkeit und Integration vorhandener Geodatenbestände
- anwendungsorientierte Lösungen für die Planung und Durchführung von Fahrradtouren
- transparente und zugängliche Informationen zu Infrastruktur und Angeboten
- Ansätze zur semantischen Beschreibung und Verknüpfung heterogener Daten (z. B. durch Ontologien)
| Mehrwert - Verbesserung der Datenverfügbarkeit und -nutzbarkeit im Fahrradtourismus
- Unterstützung nachhaltiger Mobilitätskonzepte
- Stärkung regionaler Angebote und touristischer Strukturen
- Demonstration praxisnaher Anwendungen auf Basis von Geodaten
- Beitrag zur Weiterentwicklung und praktischen Anwendung von Ontologien im Geodatenkontext
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Technische Aspekte - Datenquellen:
- Daten aus dem Radnetz Deutschland, von Ländern und Kommunen
- strukturierte Wissensdaten aus Wikidata, insbesondere zu Points of Interest und relevanten Objekten
- optional: Geodaten aus OpenStreetMap
- optional: Wetter- und Höhendaten
- weitere Geodaten bereitgestellt über das Geoportal.de
- Technische Lösungen:
- Entwicklung prototypischer Anwendungen zur Visualisierung und Nutzung von Geodaten
- Integration und Verarbeitung von Daten über standardisierte Schnittstellen (APIs)
- einfache Routing- oder Analysefunktionen
- strukturierte Modellierung relevanter Objekte (z. B. Routen, Orte, Services)
- Einsatz einer leichten Ontologie bzw. eines semantischen Datenmodells zur Verknüpfung und Beschreibung der Daten
- Diese Challenge setzt technisches Verständnis im Umgang mit Geodaten und entsprechenden Technologien voraus, insbesondere Kenntnisse in den Bereichen Geoinformationssysteme, Datenintegration, Nutzung standardisierter Schnittstellen sowie grundlegende Fähigkeiten in der Verarbeitung und Visualisierung räumlicher Daten. Erfahrungen im Bereich semantischer Datenmodellierung und Ontologien sind von Vorteil.
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Tutorials
Daten und Datenquellen