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Seit dem 01.01.2016 ist der Austausch von digitalen Leitungsinformationen über "KLIP Digital" (Kabel- en Leidingsinformatieportaal) in Flandern verpflichtend. Die Web-Anwendung soll durch den erleichterten Zugang und Austausch dieser Informationen dazu beitragen, dass Beschädigungen von Kabeln und Rohren bei Grabungen vermieden werden. Alle Netzbetreiber in Flandern sind verpflichtet, sich in dem Portal zu registrieren und ihre Daten bereitzustellen. Vorhabenträger können über das Portal alle benötigten Leitungsinformationen für ein Plangebiet abfragen. KLIP unterstützt darüber hinaus die Netzbetreiber ihre Informationen zu verwalten und auszutauschen. Für den Austausch der Informationen wird ein Datenmodell (IMKL2.2) verwendet, das das INSPIRE-Datenmodell zum Thema Versorgungswirtschaft und staatliche Dienste erweitert.

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3 Comments

  1. Das Beispiel KLIP ist zwar schön und gut, doch die Voraussetzungen von KLIP treffen in Deutschland nicht zu:

    • In Flandern ebenso wie in den Niederlanden (dort KLIC) ist eine zentrale Planauskunft per Gesetz vorgeschrieben.
    • Dementsprechend ist auch die Umsetzung und Finanzierung geregelt.
    • Betreiber ist die Katasterverwaltung und diese liefert auch die aktuelle Katastergrundlage.
    • Für KLIC wird ein eigener Geo-Viewer herunter geladen und damit handelt es sich im Prinzip um eine Applikation, die in INSPIRE nicht vorgesehen ist.
    • In der Recherche nach den Betreibern arbeitet zumindest KLIC auf der Grundlage von Netzgebietsflächen und auch die sind in INSPIRE garnicht definiert.
    • KLIC kann auf alle unterhalb der ausgewählten Flächen liegenden Leitungen zugreifen und stellt diese in einem Gesamtplan dar, der als PDF ausgegeben wird.
    • Ich kann mir nicht vorstellen, das das KLIP-Datenmodell gemäß den INSPIRE-Statuten für Netzdienste bereitgestellt werden, zumal ja nur registrierte Nutzer einen Zugang haben.
    • In den Niederlanden ist eine Lagegenauigkeit der Leitungen von maximal 1 m Abweichung vorgeschrieben.
    • Mit dieser Genauigkeit werden in Deutschland nur ca. 5-10 Leitungskataster geführt,
    • Die Genauigkeit wird in Deutschland durch die Bemaßung erreicht, die auf dem beim Leitungsbetreiber zu Grunde liegendem Kataster beruht und das muß nicht unbedingt das aktuelle Kataster sein.
    • Bemaßungen werden im INSPIRE-Datenmodell nicht berücksichtigt
    • Die Bemaßungen werden in KLIC und KLIP nicht weiter gegeben, da sie bei einheitlicher Katastergrundlage nur eine Scheingenauigkeit abgeben.
    • Die Bauunternehmen sind angehalten vor jeder Grabung noch einmal nach Leitungen zu sondieren.

     

     

    1. Sehr geehrter Herr Riegger,

      vielen Dank für Ihre Informationen zu den niederl. Verhältnissen.

      Ich sehe ebenfalls viele Details, die nicht 1:1 auf unsere Versorgungswirtschaft übertragbar sind. Kein Wunder, bin ja auch in der Versorgungswirtschaft tätig.    (wink)

      Zugleich denke ich aber auch, dass die Befürworter von barrierefrei verfügbaren Geodaten abgeholt werden müssen. Wir müssen da in einen konstruktiven Dialog miteinander treten. Dies geschieht z. Zt. in Schleswig-Holstein entlang einer konstruktiven Zusammenarbeit im Fachnetzwerk: Versorgung und staatl. Dienste entlang der INSPIRE-Richtlinie. In dieser Zusammenarbeit führen viele Detailinformationen auf allen Seiten zu mehr Verständnis.

      Die Bestrebungen eines umfassenden Planauskunft-Portals im WWW sind so neu nicht. Im bundesdeutschen Raum bemüht sich u.a.  www.aliz.de. seit vielen Jahren um breite Akzeptanz. Auch dort waren / sind die Erwartungen und die Realisierbarkeit nicht deckungsgleich.

         

      1. Hallo Herr Hennig,

        dann darf ich Ihnen auch mal die Initialive vorstellen, die ich mit gestallten darf: Unter www.inspireservice-portal.de haben wir eine Lösung geschaffen über die Infrastrukturbetreiber gemäß der  DVGW_Information vom 19.März 2014 Daten und Dienste zu Netzgebietsen und zur Planauskunft einpflegen können. Die Metadaten werden von GDI-DE geharvestet und stehen bereits im geoportal.de zur Verfügung. Um aber die Suchdienste Richtung Planauskunft zu optimieren nutzen wir diese Daten im Portal www.planauskunft.de. Diese Daten können dann auch für die Dienste von Aliz weiter verwertet werden.

        Wir sind der Meinung, dass die Bereitstellung der Netzgebietsflächen mit Verweis auf die Planauskunft die einzige adäquate Lösung, um den INSPIRE-Anforderungen mit einem realisierbarem und finanzierbarem Aufwand nachzukommen und gehen davon aus, dass bei den Planauskunftsverfahren in naher Zukunft auch WMS- und WFS-Dienste bereit gestellt werden, die dann auch INSPIRE-Konform sein sollten.