Das Kompetenzteam "Data Governance" im Schwerpunktthema Datennutzung des IT-Planungsrats hat den Kurzbericht „Datenqualität im öffentlichen Sektor" veröffentlicht. Die Botschaft des Berichts ist eindeutig: klare Zuständigkeiten, verbindliche Vorgaben und einheitliche Standards sind die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Datenbasis.
Genau hier leistet die GDI-DE bereits einen wichtigen Beitrag: gemeinsam abgestimmte Standards und Spezifikationen gewährleisten fach- und organisationsübergreifend auffindbare, verständliche, austauschbare und zuverlässig nutzbare Gedoaten. Konkrete Empfehlungen für alle Datenbereiche sollen in der "Handreichung Datenqualität" folgen. Die Veröffentlichung plant das Kompetenzteam Data Governance im letzten Quartal 2026. Wir freuen uns schon darauf.
Der Kurzbericht kann hier heruntergeladen werden.
(Text mit Hilfe von KI generiert)
EuroSDR (European Spatial Data Research) führt gemeinsam mit dem OGC (Open Geospatial Consortium) und dem ISO/TC 211 (Technical Committee of Geographic information/Geomatics) eine Umfrage durch. Ziel der Umfrage ist ein besserer Einblick in die Nutzung und Benutzerfreundlichkeit sowie die Vorteile und Hürden von Geodatenstandards in nationalen und regionalen Vermessungs- und Katasterbehörden.
Die Teilnahme dauert etwa 20 Minuten und umfasst 14 Fragen. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder verarbeitet.
Worum geht es?
Standards fördern den Datenaustausch, die Interoperabilität und Nutzung sowie Wiederverwendung von Geodaten nach den FAIR-Prinzipien. Zudem ermöglicht der Einsatz gemeinsamer Software, Plattformen und einheitlicher Ansätze für das Datenmanagement Kostensenkungen. Dennoch bestehen weiterhin Hindernisse für die Einführung, die die organisationsübergreifende Interoperabilität beeinträchtigen können. Um praktische Ansätze zur Bewältigung solcher Herausforderungen durch gemeinsame Entwicklungsaktivitäten zu untersuchen, umfasst die Umfrage die folgenden drei Themen:
- aktuelle Anwendung von Standards in Organisationen,
- wahrgenommene Vorteile sowie Hindernisse bei der Anwendung von Standards und
- wie Normungsorganisationen die Einführung unterstützen können.
An wen richtet sich die Umfrage?
Angesprochen sind alle, die auf technischer, leitender oder politischer Ebene tätig sind und über ein grundlegendes Verständnis darüber verfügen, wie Normen im Zusammenhang mit der bebauten Umwelt (beispielsweise bei Vorstadtsiedlungen oder größeren Autobahninfrastrukturen) in der eigenen Organisation ausgewählt, eingesetzt oder geregelt werden. Die Antworten sollten im Namen der eigenen Organisation und nicht als Einzelperson erfolgen.
Warum teilnehmen?
Das Feedback trägt dazu bei,
- Standards relevanter und leichter umsetzbar zu machen
- und die Zukunft interoperabler Geodatensysteme aktiv mitzugestalten.
Die Ergebnisse werden auf den OGC iDays 2026 in München ( bis ) vorgestellt.
Der Metadata Summit 2026 findet vom 07. bis 08. September 2026 in Bozen/Bolzano (Italien) statt. Die Veranstaltung wird vom Open Geospatial Consortium (OGC) mit europäischen und internationalen Partnern ausgerichtet und bringt Fachleute aus den Bereichen Metadatenmanagement, Dateninfrastruktur und Interoperabilität zusammen.
Schwerpunkt 2026
Das Leitthema des Summit lautet: From Metadata Strategy to Practical Data Infrastructure. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Metadaten als kritische Infrastruktur für vertrauensvollen Datenaustausch, Interoperabilität, digitale Souveränität und KI-Anwendungen gestaltet werden können. Der Fokus liegt dabei auf der Implementierung: was aktuell funktioniert, was sich weiterentwickeln muss und wie Organisationen bestehende und neu entstehende Ansätze auf reale Herausforderungen anwenden können.
Programm und Format
Der Summit kombiniert strategische Vision mit praktischer Umsetzung. Über zwei Tage hinweg diskutieren Vortragende, Fachleute und Teilnehmende in interaktiven Workshops und kollaborativen Formaten. Das Programm deckt dabei folgende Themen ab:
- Europäische Politik, FAIR-Prinzipien und regulatorische Entwicklungen
- Maschinenlesbare Standards und Metadaten für intelligente Systeme
- Metadaten-Architekturen und Implementierungsmuster
- Suche, Kataloge, Register und operative APIs
- Digitale Souveränität und föderierte Governance
- Sektorübergreifende Fallstudien (Geodaten, Gesundheit, Forschung, Klima, Statistik)
Interaktive Breakout-Sessions bieten die Möglichkeit, Ansätze zu vergleichen, gemeinsame Implementierungsmuster zu identifizieren und die künftige Zusammenarbeit zu gestalten.
Registrierung
Die Registrierung ist über die Veranstaltungsseite möglich. Interessierte sind eingeladen, sich frühzeitig anzumelden.
Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen zur Veranstaltung, zum Programm und zu den erwarteten Ergebnissen finden sich auf der offiziellen Veranstaltungsseite. Nach dem europäischen Summit wird im November 2026 eine ergänzende Veranstaltung in Kanada folgen, um die Diskussion auf globaler Ebene fortzusetzen.
(Text mit Hilfe von KI generiert)
Das INSPIRE Geoportal wurde zum 1. Juli 2026 abgeschaltet. INSPIRE‑relevante Datensätze sind nun ausschließlich über das Europäische Datenportal zugänglich. Gleichzeitig wurden die Inhalte der INSPIRE Registry vollständig in die EU Vocabularies migriert, wo Codelisten, kontrollierte Vokabulare und weitere semantische Ressourcen seit dem 1. Juli 2026 zentral gepflegt werden. Alle URIs bleiben stabil, so dass bestehende Implementierungen unverändert weiter funktionieren.
Abschaltung des INSPIRE Geoportal
Zum 1. Juli 2026 hat die Europäische Kommission das INSPIRE Geoportal außer Betrieb genommen. Damit entfällt der bisherige zentrale europäische Zugangspunkt für INSPIRE‑relevante Datensätze. Die Funktion übernimmt nun das Europäische Datenportal (EDP), das als einheitlicher Einstiegspunkt für öffentliche Daten in Europa dient, inklusive aller INSPIRE‑Datensätze.
Was bedeutet das für die GDI-DE?
INSPIRE‑Datensätze sind weiterhin zugänglich, jedoch auf europäischer Ebene nicht mehr über das INSPIRE Geoportal, sondern über das EDP recherchierbar.
- Das Joint Research Center (JRC) hat eine statische Kopie des INSPIRE Geoportal im Sinne eines Archivs auf GitHub veröffentlicht.
Das EDP bietet geospezifische Filter, eine Geo‑Viewer‑Funktion sowie ein Dashboard für hochwertige Datensätze, wodurch die Auffindbarkeit und Nutzbarkeit von Geodaten im EDP verbessert wird.
Der Geodatenkatalog.de ist bereits an das EDP angeschlossen und die Metadaten aus der GDI-DE werden von dem Portal regelmäßig geharvestet und nach GeoDCAT‑AP transformiert.
Migration der INSPIRE Registry zu EU Vocabularies
Ebenfalls zum 1. Juli 2026 wurde die INSPIRE Registry abgeschaltet und ihre Inhalte vollständig in die zentrale semantische Infrastruktur der EU, die EU Vocabularies, überführt. Dort werden nun Codelisten, kontrollierte Vokabulare und weitere semantische Ressourcen gepflegt.
Was bedeutet das für bestehende Implementierungen?
Die URIs bleiben stabil, d. h. bestehende Implementierungen müssen nicht angepasst werden.
Die Migration stellt sicher, dass INSPIRE‑Artefakte weiterhin verfügbar bleiben und in eine moderne, nachhaltige europäische Dateninfrastruktur eingebettet sind.
Hintergrund: Europäische Modernisierung der Geodateninfrastruktur
Die Änderungen sind Teil einer umfassenden Überführung zentraler INSPIRE‑Komponenten in EU‑weite horizontale Dienste, um Nachhaltigkeit, Effizienz und Interoperabilität zu stärken. Die Europäische Kommission betont, dass Kontinuität für Nutzende und Datenbereitstellende gewährleistet bleibt.
Siehe auch:
https://data.europa.eu/en/news-events/news/inspire-datasets-move-european-data-portal
(Text und Grafik mit Hilfe von KI generiert)
Die vom Interoperable Europe Board am 19. Mai 2026 verabschiedeten Guidelines on Sharing of Interoperability Solutions sind ein zentraler Baustein für die Umsetzung des Interoperable Europe Act (IEA). Sie unterstützen Verwaltungen dabei, Interoperabilitätslösungen leichter auffindbar, nachnutzbar und gemeinsam weiterentwickelbar zu machen.
Die Leitlinien liegen in zwei Fassungen vor – einer kompakten Kurzversion und einer ausführlichen Langversion. Beide ergänzen sich:
Kurzversion: Praxisorientierte, knappe Anleitung für die tägliche Umsetzung der IEA-Vorgaben.
Langversion: Vertiefte Darstellung von rechtlichen, organisatorischen und operativen Hintergründen, inklusive Governance, Lifecycle-Management, Beschaffung und Praxisbeispielen.
Die Leitlinien strukturieren die Umsetzung des Interoperable Europe Act entlang klarer Handlungspfade. Diese orientieren sich an den Artikeln des Gesetzes und bilden den Kern des Dokuments:
Lösungen mit offenen Lizenzbedingungen priorisieren (Artikel 4 Abs. 6);
Veröffentlichung über das Interoperable Europe Portal (Artikel 4 Abs. 3, inkl. angebundener Kataloge und Repositorien);
direktes Teilen auf Anfrage (Artikel 4 Abs. 1);
angepasste Lösungen teilen (Artikel 4 Abs. 4);
Kostenbeteiligung für Weiterentwicklungen (Artikel 4 Abs. 5);
Portale und Kataloge anbinden (Artikel 8 Abs. 4).
Diese Pfade übersetzen die gesetzlichen Anforderungen in konkrete, nachvollziehbare Schritte für Behörden und Organisationen.
Die Leitlinien sollen die europäische Verwaltungspraxis spürbar verbessern:
bessere Auffindbarkeit wiederverwendbarer Lösungen;
weniger Parallelentwicklungen durch transparente Veröffentlichung;
stärkere sektorübergreifende Kooperation und
effizientere digitale öffentliche Dienste für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.
Damit leisten sie einen Beitrag zu einem vernetzten, interoperablen europäischen Verwaltungsraum.
(Text mit Hilfe von KI generiert)




