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Schlüssel

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  • Open Data-Portale sind „Daten-orientiert“, d.h. im Fokus steht die freie Daten-Ressource. Informationen wie die Kennzeichnung als Open Data-relevant (s.5.2.2.3.3.) sowie Lizenz- bzw. Nutzungsbedingungen (s.5.3.2.3.6.) sind im Metadatensatz zur Daten-Ressource anzugeben.
  • Dienste (WMS, WFS, Atom-Feed) ermöglichen den Zugriff auf eine Daten-Ressource und haben in Open Data-Portalen keine eigenen Metadatensätze. Entscheidend für den Zugang zu den offenen Daten ist eine funktionierende Daten-Dienste-Kopplung (s.3.2.2.) in den Metadaten, da ausschließlich darüber die Dienste der zugehörigen Daten-Ressource zugeordnet werden!

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Nr.FeldnameInhaltgilt fürISOINSPIRE
Datensätze, Serien, AnwendungenDienste
B.1TitelName/Bezeichnung der Ressource (Freitext, siehe Besonderheiten)jajaPflichtPflicht
B.2KurztitelAlternativer Name/Bezeichnung der Ressource (Freitext)jajaoptionaloptional
B.3ZusammenfassungKurzbeschreibung, Überblick (Freitext)jajaPflichtPflicht
B.4ZweckZusammenfassung für welchen Zweck oder mit welcher Absicht die Ressource erstellt wurde.jajaoptionaloptional
B.5BearbeitungsstatusBearbeitungsstatus des Datenbestands oder einer Revision.jajaoptionaloptional
B.6VorschaugrafikFunktion zur Einbettung einer Grafik für die Anzeige in den Suchergebnissen (Datenformat: JPG / PNG / GIF)jajaoptionaloptional
B.7DatumDatum der Veröffentlichung (Publikation), der letzten Überarbeitung (Revision) oder Erstellungsdatum (Erzeugung) der Ressource (siehe Besonderheiten)jajaPflichtPflicht
B.8Kontakt Zuständige Stelle und deren Funktion: Kontaktinformation für Fragen zu den Daten an sich bzw. zum Dienst oder zur Anwendung (siehe Besonderheiten)jajaoptionalPflicht
B.9ReferenzsystemAngabe des/der Koordinatensysteme, die in der Ressource verwendet wurden oder für die Datenabgabe gewählt werden können (Zur Auswahl Werkzeug nutzen!)jajaoptionalPflicht
B.10Geografische AusdehnungBegrenzungsrechteck aus geografischen Koordinaten („Min“ und „Max“), das die Ressource abdecktjajaPflichtPflicht
B.11Geografischer BezeichnerDient zum Rückgriff auf ein Objekt, das die geografische Ausdehnung repräsentiert (siehe Besonderheiten)jajaPflichtoptional
B.12Zeitliche AusdehnungAngabe einer Zeitspanne für die „Gültigkeit“ einer Ressource (siehe Besonderheiten B.7/B.12)jajaoptionaloptional
B.13Vertikale AusdehnungDie vertikale Ausdehnung der Ressource.jajaoptionaloptional
B.14BeziehungsinformationInformation zu assoziierten Datenbeständenjaneinoptionaloptional
B.15Struktur der räumlichen Daten Räumliche Darstellungsart (Vektor, Raster, Text oder TIN)janeinoptionalPflicht
B.16SpracheAngabe der in der Ressource verwen­deten Sprache (nicht Sprache der Metadaten!)janeinoptionalPflicht
B.17Zeichensatz Angabe des Zeichencodestandards, der in der Ressource verwendet wurde janeinoptionalPflicht, wenn nicht UTF-8
B.18Pflege der RessourceAngaben zum Aktualisierungszyklus der beschriebenen Ressourcejajaoptionaloptional
B.19BezeichnerAngabe eines eindeutigen Identifikators der  Ressource, wird vom System vergeben (siehe Besonderheiten)jajaoptionalPflicht

  

5.1.2.   Besonderheiten und Empfehlungen

5.1.2.1.      Titel (B.1)
Anker
b1
b1

Neben einer treffenden Benennung der Ressource sollte im Titel auch der „Geltungsbereich“ textlich genannt sein (z.B. „im Kreis XY“), um in den Suchergebnissen bereits anhand des Titels bewerten zu können, ob diese Ressource die gesuchte ist und damit eine Unterscheidung zur evtl. ebenfalls gefundenen gleichartigen Ressource der Nachbarverwaltung möglich ist.

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Bei gleichartigen Ressourcen verschiedener Stellen, z.B. Denkmale/Schutzgebiete bei Kommunen, sollten Absprachen über ein einheitliches Benennungsmuster getroffen und berücksichtigt werden. Dies ist auch für weitere Metainformationen wie Kurzbeschreibung, Schlüsselwörter, Herkunft etc. sinnvoll. Im Bereich der Vermessungsverwaltung existieren solche Regelungen beispielsweise.
Eine  Schlagwortsuche berücksichtigt dieses Feld nicht. Daher empfiehlt es sich, den Titel der Ressource bzw.  die charakteristischen Bestandteile daraus  zusätzlich  auch  als Schlüsselwörter unter der Registerkarte „Kategorisierung“ zu erfassen.

5.1.2.2.      Referenzdatum (B.7) / Zeitliche Ausdehnung (B.12)
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b7

Für die Aussage, welche Aktualität eine Ressource hat, ist ein konkretes Datum (Erstellung, Veröffentlichung, letzte Überarbeitung) erforderlich. Zusätzlich kann ein Gültigkeitszeitraum angegeben werden. Letzterer bietet sich dann an, wenn eine Ressource eine definierte Lebensdauer besitzt. Für Datenbestände mit kontinuierlicher Fortführung wird empfohlen, in den Metadaten nur den Zeitstempel der letzten Überarbeitung zu verwenden.
Sowohl INSPIRE als auch der ISO-Standard 19115 für Metadaten erfordern zwingend ein konkretes Datum (Erstellung, Veröffentlichung, letzte Überarbeitung) zur Ressource. Dies bedeutet, dass in B.7 verpflichtend mindestens ein Datum anzugeben ist und ggf. zusätzlich in B.12 ein Gültigkeitszeitraum angegeben werden kann. In Metadaten für INSPIRE dürfen dabei die o.g. Funktionen nur 1x genutzt werden.
Für eine nähere Erläuterung des Herstellungs- bzw. Aktualisierungsprozesses und die evtl. damit zusammenhängende spezielle Interpretation der Datumsangaben kann im Feld „Herkunft“ (Q.3) ein entsprechender Text abgelegt werden. Weitere Erläuterungen und Beispiele zum Zeitbezug einer Ressource finden sie in im GDI-DE Wiki im Bereich des Arbeitskreises Metadaten. [REF 13]

5.1.2.3.      Kontakt - Zuständige Stelle (B.8)
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b8
b8

Im GeoMIS.MV werden an mehreren Stellen Kontaktinformationen und zugehörige Funktion erfasst. Der Werteumfang für die Auswahl der entsprechenden Rolle ist an allen Stellen identisch, als Funktion sollte immer „Ansprechpartner“ gewählt werden.
Da Metadaten grundsätzlich frei verfügbar sind und automatisiert ausgewertet können, kommt dem Schutz personenbezogener Daten eine besondere Bedeutung zu. Somit ist Folgendes zu bedenken:

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Neben diesen Hinweisen zu den Kontaktangaben wurden im Arbeitskreis Metadaten und der GDI-DE weitere Konventionen zur Semantik von Metadaten in einer Checkliste als Empfehlung veröffentlicht. [REF 7]

5.1.2.4.      Geografischer Bezeichner (B.11)
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b11

Geodaten und Geodatendienste, die einen räumlichen Bereich in Form einer bestimmten Verwaltungseinheit abdecken, können über deren 12-stelligen Regionalschlüssel gezielt auffindbar gemacht werden, wenn der entsprechende Schlüssel in den Metadaten hinterlegt wird. Die Angabe in den Metadaten ist optional, wird aber empfohlen, um detaillierte Auswertungen im Zusammenhang mit dem INSPIRE-Monitoring zu ermöglichen.

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Konkrete Werte zu einzelnen Gemeinden und Ämtern können dem XÖV-Repository (https://www.xrepository.de/details/urn:de:bund:destatis:bevoelkerungsstatistik:schluessel:rs) oder den Publikationen des Statistischen Bundesamtes (https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/_inhalt.html) entnommen werden. Bei der Erfassung von Metadatensätzen im Editor ist der Wert mit dem Regionalschlüssel für Mecklenburg-Vorpommern vorbelegt.

5.1.2.5.      Bezeichner (B.19)
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b19
b19

Der Bezeichner wird u.a. benutzt, um im Rahmen der Daten-Dienste-Kopplung eine Verbindung zwischen einem Datensatz und dem zugehörigen Darstellungs- und/oder Download-Dienst (genauer gesagt zu dessen Metada­ten) herstellen zu können.
Im GeoMIS.MV wird der Bezeichner durch die Zeichenkette „http://www.geodaten-mv.de/geomis/id/ und den Metadatensatzbezeichner (UUID) automatisch gebildet und eingetragen. Dieser Eintrag kann nicht verändert werden. Über diesen Bezeichner lässt sich der Metadatensatz direkt im XML-Format aufrufen.
Mit Hilfe dieses Bezeichners lassen sich die Daten mit den zugehörigen Geowebdiensten verknüp­fen. In alle Dienstemetadaten werden die Bezeichner der durch den Dienst angebotenen Daten eingetragen. Die Daten-Dienste-Kopplung ermöglicht es so einer Anwendung (z. B. einer Katalog-Oberfläche), den Nutzer aus dem Suchergebnis zum Datenbestand unmittelbar zu einem Dienst, der diesen Datenbestand visualisieren kann oder einen Download ermöglicht, zu führen. Auch der umgekehrte Weg vom Dienst zu den darin verwendeten Daten ist dadurch gegeben.
Diese Daten-Dienste-Verbindung wird zum einen innerhalb der Metadaten geschaffen, ist also eine Aufgabe der Stelle, die die Metadaten pflegt. Dazu wird im Editor bei der Erstellung/Pflege der Metadaten zum Dienst (Feld „Datensatzverknüpfung“, s. 5.3.2.2.) mit dem angebotenen Werkzeug nach dem Metadatensatz zum Datenbestand gesucht und intern ein Link auf dessen Bezeichner gesetzt. Zum anderen sieht das Konzept der Daten-Dienste-Kopplung die Hinterlegung des Bezeichners auch im Capabilities-Dokument des zugehöri­gen Dienstes vor. Für technische Hintergründe wird auf den entsprechenden Abschnitt in den Metadatenkonventionen der GDI-DE [REF 4] verwiesen.

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Art des Dienstes

 ISO-19119-Begriff

Auswahl im Editor des GeoMIS.MV

Anwendung

humanCatalogueViewer

Anwendung zum Suchen von Geodatenbeschreibungen

WFS, predefined Atom Vektor

infoFeatureAccessService

Dienst für den Zugriff auf Objekte

WCS, predefined Atom Raster

infoCoverageAccessService

Dienst für den Zugriff auf Rasterdaten

WMS, WMTS

infoMapAccessService

Dienst für den Zugriff auf grafische Darstellungen

WFS-G

infoGazetteerService

Gazetteerdienst

CSW

infoCatalogueService

Katalogdienst

SWE Standards

infoSensorDescriptionService

Sensordienste

5.2.2.3.3.          Spezielle Schlüsselwörter mit Steuerungsfunktion
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52233

Die novellierten Vorgaben zum INSPIRE-Monitoring erfordern eine Aussage zum sog. „SpatialScope“ in den Metadaten zu Datensätzen und –serien. Diese soll dazu dienen, den „räumlichen Anwendungsbereich“ einer Ressource auszudrücken, um entsprechende Auswertungen ermöglichen. Die EU zielt dabei insbesondere auf eine Erkennbarkeit von Ressourcen mit nationalem sowie regionalem Bezug. „Regional“ gilt für die Ressourcen der Landesverwaltung sowie für Ressourcen, die alle in Mecklenburg-Vorpommern verfügbaren Daten zum jeweiligen Fachthema beinhalten bzw. bündeln. Alle kommunalen Ressourcen gelten als „Lokal“ und benötigen grundsätzlich keine explizite Kennzeichnung in den Metadaten.
Zur konkreten Abbildung des Spatial Scope in den Daten-Metadaten sieht die EU vor, den jeweiligen Begriff als Schlüsselwort unter Angabe einer bestimmten Quelle (Thesaurus) einzufügen.
Die einfachste Möglichkeit ist dabei die Erfassung mit Hilfe des Werkzeuges oder als Freitext:

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Bei Metadaten zu OGC-Diensten gilt darüber hinaus: Aussagen über Zugriffs- und Nutzungsbeschränkungen sollen identisch zu den Informationen im Capabilities-Dokument unter dem Tag „AccessConstraints“ abgebildet werden.

5.3.2.3.6.          Nutzungsbedingungen für Open Data
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53236

Falls ein Datenbestand für Open Data gekennzeichnet ist, sind die zugrundeliegenden Lizenzbedingungen in den Metadaten in einer bestimmten Syntax anzugeben (vergl. Metadatenkonventionen der GDI-DE [REF 4]), um im Ableitungsprozess der Metadaten für Open Data-Portale Berücksichtigung zu finden.

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