Mit der Interoperable Europe Agenda 2026 hat das Interoperable Europe Board erstmals eine Jahresagenda unter dem Interoperable Europe Act verabschiedet. Sie definiert sieben prioritäre Maßnahmen, die die europäische Verwaltungsdigitalisierung im kommenden Jahr prägen sollen.

Ein gemeinsames Zielbild für Interoperabilität in Europa

Die Agenda setzt auf ein abgestimmtes europäisches Architekturverständnis. Dazu gehört ein umfassendes Mapping bestehender Interoperabilitätslösungen entlang der European Interoperability Reference Architecture (EIRA). Ziel ist es, die Vielzahl vorhandener Komponenten sichtbarer und leichter wiederverwendbar zu machen.

Ein zentrales Element ist die Einführung des Labels „Interoperable Europe Solutions“, das hochwertige, etablierte Lösungen kennzeichnet. Zu den ersten ausgezeichneten Komponenten gehören unter anderem die Core Vocabularies sowie DCAT‑AP.

Semantische Standards und Register im Fokus

Die Agenda betont die Bedeutung semantischer Interoperabilität als Grundlage für vernetzte Verwaltungsdienste. Geplant ist der Aufbau eines europäischen semantischen Registers, das nationale und europäische Modelle zusammenführt. Ergänzend sollen bestehende Spezifikationen wie CPSV‑AP weiter verbreitet und in der Praxis gestärkt werden.

Offene und wiederverwendbare Lösungen stärken

Die Agenda unterstreicht die Rolle offener Technologien für digitale Souveränität. Der EU Open Source Solutions Catalogue soll weiter ausgebaut werden, um wiederverwendbare Komponenten leichter auffindbar zu machen. Ergänzend entstehen Leitlinien für das Teilen und Wiederverwenden von Interoperabilitätslösungen – ein Kernelement des Interoperable Europe Act.

Finanzierung über Multi‑Country Projects

Im Digital Europe Work Programme 2025-2027 ist ein neues Multi‑Country Project vorgesehen, das innovative und vernetzte öffentliche Verwaltungen unterstützt. Es soll gemeinsame Bedarfe identifizieren, Interoperabilitätslösungen entwickeln und grenzüberschreitend ausrollen. Die Ausschreibung läuft noch bis 19. Mai 2026.

Jährlicher Zyklus für kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Agenda 2026 ist der erste Jahreszyklus unter dem Interoperable Europe Act. Die Prioritäten wurden gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und der Community erarbeitet. Künftige Agenden werden jährlich aktualisiert, um neue Bedarfe, Technologien und Erfahrungen aus der Umsetzung zu berücksichtigen.

backhand index pointing right Die Interoperable Europe Agenda 2026 kann hier heruntergeladen werden.


(Text mit Hilfe von KI generiert)